| Geschichte des Bahnhofes Löthain, km 20,5 (WG) |
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Von 1909 bis 1972 fuhr die Schmalspurbahn von Meißen nach Lommatzsch durch das Käbschütztal. Sie war die Verbindungsstrecke zwischen dem Wilsdruffer und dem Mügelner Schmalspurnetz, und gehörte somit zur Wilsdruff - Gärtitzer (WG) - Linie. Über sieben Jahrzehnte ein nicht wegzudenkendes Verkehrsmittel für die Bewohner der Dörfer in der Lommatzscher Pflege. Die Strecke war 12 Kilometer lang und führte über Brücken und Durchlässe. Bekanntestes Bauwerk war der Robschützer Viadukt. Mit einer Länge von 206 Metern war er Deutschlands längste Schmalspurbahnbrücke und überspannte das Triebischtal in einer Höhe von 12 Metern. Leider war sie Schauplatz zweier tragischer Unglücksfälle (1949 und 1962) bei denen Todesopfer zu beklagen waren, weil die Lokomotiven, beziehungsweise ein ganzer Zug, abstürzten. Als in den 60er Jahren die schrittweise Stilllegung der Schmalspurbahnen durch die Deutsche Reichsbahn veranlasst wurde, entledigte man sich sehr schnell des gefährlichen Streckenabschnittes Meißen - Löthain. Er wurde zusammen mit der Schmalspurbahn Meißen - Wilsdruff am 21. Mai 1966 eingestellt. 6 Jahre wurde der Personen- und Güterverkehr auf dem Abschnitt Löthain - Lommatzsch noch aufrecht erhalten, da es damals noch keine andere Möglichkeit, die umfangreichen Ton- und Kaolinmengen auf der Strasse zu befördern, gab. Die Bahnanlagen wurden auf Verschleiß gefahren, bis am 28. Oktober 1972 die endgültige Stilllegung erfolgte. Verkehrsträgerwechsel, so lautete das damalige Schlagwort für die Verlegung des Transportes der Schiene auf die Strasse. Eine verhängnisvolle Verkehrspolitik, die sich bis heute fortsetzt. Ab 1972 erfolgte der Transport des Tones durch den VEB Kraftverkehr Meißen zur Regelspurbahn nach Deutschenbora. Der Personenverkehr wurde durch die Buslinien ersetzt. 1973 baute man die Gleise vollständig ab und die Bahnhöfe wurden teilweise anderer Neutzung überlassen. Der Löthainer Bahnhof stand nach der Einstellung der Bahn einige Jahre leer und war dadurch dem Verfall preisgegeben. 1982 wurde das Gebäude zum Jugendklub ausgebaut und 20 Jahre entsprechend genutzt. Der ehemalige Bahnhof wurde für diese Zwecke teilweise modernisiert und von der Jugend gepflegt und damit erhalten. Im Jahre 2000 wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt und der Heimatverein Käbschütztal e.V. übernahm die Nutzung. Weiterführende Links:
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